Voller Erfolg für grüne Start-ups auf der Hannover Messe 2019

Nach der Hannover Messe 2019, bei der das KNUW.NRW an allen fünf Messetagen mit einem Gemeinschaftsstand vertreten war, heißt es nun Bilanz zu ziehen und zu schauen, was der Messeauftritt den 13 Start-ups unmittelbar gebracht hat. Dazu haben wir mit unseren Mitausstellern am letzten Messetag gesprochen. Insgesamt kann danach bereits festgehalten werden, dass alle sehr viel Spaß hatten und alle Stände gut besucht waren.

Nun ist es schon eine Weile her, dass die 13 Start-ups sich auf der Hannover Messe 2019 präsentieren konnten. Das Kompetenznetzwerk Umweltwirtschaft hatte das mit einem Gemeinschaftsstand im Bereich Young Tech Enterprises ermöglicht. Die Jungs von Logarithmo haben inzwischen ihr Resümee gezogen und finden, „alles war so einfach und unkompliziert. Wir haben uns total gut durch das KNUW betreut gefühlt.“ Dem pflichtet auch Keno Schulte von Eliso bei: „Insgesamt haben wir auf der Messe viele Visitenkarten gesammelt. Wir haben auch mal bei den Niederländischen Ausstellern vorbeigeschaut. Erstaunlich, wie weit die schon im Bereich Elektromobilität sind.“ Einzig um die Hotelsuche hätten sie sich eher kümmern müssen. Auch Jörg Heusler von Ruhrsource zieht eine positive Bilanz: „Es ist gut gelaufen. Wir hatten viele Interessierte an unserem Stand und müssen jetzt aus den gewonnenen Kontakten Verkäufe und Kooperationen machen.“ Ein Wunsch für kommende Veranstaltungen: „Dazu muss ich sagen, das ist ein Luxusproblem. Aber etwas mehr Stauraum für Broschüren usw. fänden wir für die Zukunft prima.“

Besuch der Landesumweltminsterin kam unterschiedlich gut an

„Wir haben angenehme Gespräche mit der Ministerin geführt“, sagt Jörg Heusler von Ruhrsource. „Sie hat einiges über biologisch abbaubaren Kunststoff im Bereich 3-D-Druck dazugelernt.“ Keno Schulte von Eliso sieht den Besuch etwas kritischer: „Es war schön, dass sie sich Zeit genommen hat für jedes einzelne Start-up. Ich hätte mir aber noch mehr Engagement für grüne Umweltthemen von ihr erwartet.“ Ruben Wellinger von Schmiede.One fasst es ganz kurz:“ Der Besuch von Ursula Heinen-Esser an unserem Stand war sehr gut.“ Für Christian Els von Sentin zählt der Rundgang der Ministerin sogar zu den „Highlights“ der gesamten Woche. „Sie hat sich sehr gut in unsere Idee reingedacht und uns das Gefühl gegeben, dass sie uns unterstützt. Sie hat uns direkt einen ihrer Kontakte bei der Gesellschaft für Reaktorsicherheit vermittelt. Wahnsinn!“ Ähnlich sieht es auch Jan Wirwahn von reedu: „Sie kannte unser Projekt, hatte sich vorher ordentlich informiert.“ Besonderes Glück hatte Dirk Strothmann von Magnic Innovations, denn „ich saß beim Mittagessen nah genug, um ihr meine Probleme noch etwas genauer schildern zu können.“ Zeitlich hatte sich Ursula Heinen-Esser bei ihrem Rundgang nach den Angaben der Jungunternehmer auf jeden Fall gerecht aufgeteilt.

Neben Ministerin Heinen-Esser hatten die Start-ups auch Gelegenheit sich weiteren politischen Vertreter/-innen zu präsentieren, die den Gemeinschaftsstand besucht haben. Dazu gehörte Viktor Haase, Dr. Peter Markus, Dr. Georgios Papanikolaou und Karen Baum vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW (MULNV) sowie Dr. Verena Adamheit von der Deutsch-Schwedischen Handelskammer. Bei einem deutsch-schwedischen Mittagessen hatten zudem drei unserer Aussteller Gelegneheit sich direkt mit u.a. Ministerin Heinen-Esser, Ann Linde (Außenhandelsministerin Schweden), Camilla Mellander (Abteilungsleiterin im schwedischen Außenministerium für Wirtschaftsförderung und nachhaltiges Unternehmertum), Ylva Berg (Präsidentin Business Sweden), Viktor Haase (Abteilungsleiter Nachhaltige Entwicklung, Klimawandel, Umweltwirtschaft im MULNV) und Dr. Uwe Wolff (Referatsleiter Internationale Beziehungen und Netzwerke im MULNV) sowie drei Start-ups aus Schweden auszutauschen.

Tipps für alle Start-ups, die beim nächsten Mal mit dabei sein dürfen

Die Hallenplanung für die Hannover Messe 2020 steht schon so gut wie fest. Und auch das Kompetenznetzwerk Umweltwirschaft wird im kommenden Jahr wieder Jungunternehmern eine Ausstellungsfläche bieten. Was liegt da näher, als die diesjährigen Teilnehmer nach ein paar Tipps zu fragen. Tanja Nickel von UVIS rät: „Ladet schon im Vorfeld der Messe Kontakte ein, gestaltet Euren Stand interessant und haltet bis zum Ende der Messe durch, Ihr könnt nie wissen, ob der entscheidende Interessent nicht erst am Freitag Nachmittag den Weg zu Eurem Stand gefunden hat.“ Christian Els von Sentin meint dazu: „Am besten ganz früh mit der Vorbereitung anfangen. Sucht euch auch Routen auf der Messe heraus und geht zu den anderen Ausstellern, um auch dort Kontakte zu knüpfen.“ Für Stanimira Markova von GREENbimlabs, die dieses Mal eines der Start-up-Pitches gewonnen haben, sollten Start-ups sich vor allem im Bereich Marketing gut aufstellen, d.h. „pflegt Eure Website, erstellt Flyer, Broschüren und nehmt Visitenkarten mit zur Messe. Das gehört zu den A und Os.“ Jan Wirwahn von reedu empfiehlt: Geht individuell auf die Leute ein und lernt keinen Text auswendig. Die Menschen behalten Euch besser im Gedächtnis, wenn ihr Interesse an Eurem Gegenüber zeigt und es vernünftig abholt.“ Und auch Kristin Parlow, Organisatorin des Gemeinschaftsstandes von Seiten des KNUW betont: „Für den Messeerfolg ist es unerlässlich sich als Aussteller gut vorzubereiten: eine möglichst auffällige und interaktive Produktpräsentation und die Marketing- und Präsentationsangebote der Deutschen Messe zu nutzen, wie Matchmakings, Pitches und Forum-Sessions, steigert die Außenwahrnehmung natürlich erheblich“.

Wir sind schon jetzt ganz gespannt, wer im kommenden Jahr mit dabei sein wird. Sicher werden wir auch dann wieder riesig viel Spaß haben, bei Pitches, Matchmakings und allem anderen, was auf der weltgrößten Leitmesse der Industrie Sichtbarkeit schafft.

Kälte macht erfinderisch: auf der Hannover Messe zeigt sich Schwedens Innovationsstärke – und wie hervorragend das mit dem deutschen Mittelstand zusammenpasst!

„My name is Sweden. I might be a small country, but I am a leader in smart industry.“ – so präsentierte sich das diesjährige Partnerland Schweden auf der Hannover Messe vom 01.-05. April 2019. Besondere Offenheit, Vielfalt und Gleichberechtigung ist das Geheimrezept der Schweden für Innovationskultur!

Weite Wälder, großartige Gletscher und klirrende Kälte – die BesucherInnen der Kältekammer waren eingeladen auf eine Reise in den hohen Norden. Im Nachgang, dann die Frage: „Welches UN-Nachhaltigkeitsziel ist Ihnen persönlich, und welches beruflich, am wichtigsten?“ Die herausfordernden, naturräumlichen Voraussetzungen verleiteten die Schweden seit je her zu guten Einfällen. Doch auch der Wille, die großen Fragen unserer Zeit zu lösen, bietet den Nährboden für kreative Lösungen und nachhaltiges Business!

Im Swedish Co-Lab präsentierten Schwedens führende 4.0-Unternehmen wie ABB, Ericsson und SKF ihre neusten Technologien in den Bereichen Materialien, Prozessoptimierung und Produktion. Direkt daneben fanden sich die schwedischen Start-Ups mit ihren innovativen Ideen. Der Erfolg des nordischen Landes lebt von Kooperationen, sodass anregende Gespräche hier selbst mit Weltmarktführern gern gesehen sind.

Auch die Start-Ups aus NRW bekamen die Möglichkeit, sich beim Mittagessen mit Ministerin Heinen-Esser und den schwedischen PartnerInnen auszutauschen. Der anschließende Vortrag von Frau Dr. Adamheit der Deutsch-Schwedischen Handelskammer, im Rahmen des vom KNUW in Kooperation mit dem Gründungswettbewerb KUER.NRW organisierten Forumslots, gab einen Überblick über die spannenden Fördermöglichkeiten – auch für deutsche Start-Ups – in Schweden.

Um im globalen Wettbewerb zu bestehen, ist für das gering bevölkerte Land Schweden jedoch auch die länderübergreifende Kooperation von essenziellem Interesse! Ninni Löwgren Tischer, Bereichsleiterin bei der Deutsch-Schwedischen Handelskammer, und Michał Woźniak von Germany Trade & Invest (GTAI) erklärten, dass mit Schweden hervorragendes Kooperationspotenzial besteht: deutschen Automatisierungstechnologien ergänzen die schwedische Vorreiterrolle im Bereich der Digitalisierung. Die schwedische Wirtschaft ist durch Global Player sowie kleine, spezialisierte Unternehmen geprägt – vor allem der deutsche Mittelstand kann diese Lücke füllen! Weitere Chancen und Informationen zum Markteinstieg in Schweden finden Sie hier.

Bei Kaffee und besonders beliebten Zimtschnecken (Fika) hatten die BesucherInnen des KNUW Standes auf der Hannover Messe bereits die Möglichkeit zu erfahren, wie es speziell für die Branchen der Umweltwirtschaft aussieht: Lesen Sie unser neues Marktprofil Schweden!

 

 


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