Das war der Summit Umweltwirtschaft.NRW 2019

Der dritte Summit Umweltwirtschaft.NRW 2019 in der Messe Essen, DER Branchentreff der Umweltwirtschaft, war mit 550 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an beiden Veranstaltungstagen gut besucht. Das breite Angebot von einer Ausstellung mit 33 Ausstellern, hochkarätigen Keynotes bis hin zu 24 inspirierenden Workshops und Vorträgen wurde von den Besuchern gut angenommen. Zu den Höhepunkten des Gipfeltreffens zählten neben den Keynotes von Marco Voigt (GREENTECH FESTIVAL) und dem Zu­kunfts­experten Prof. Dr. Eckard Minx (Daimler und Benz Stiftung) die exklusive Preisverleihung im KUER.NRW Businessplanwettbewerb, der Start-up-Pitch, das Hochschul-Casting und die Moderation und Abschluss-Keynote durch den Cartoonisten Stefan Wirkus. Die Veranstaltung basierte auf einem neuen, gemeinsam mit Netzwerkpartnern und Ausstellern entwickelten Konzept und setzte auf den Mehrwert eines branchenübergreifenden Dialogs.

Festliches Abendevent

NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser eröffnete das festliche Abendevent mit einer Rede über die Umweltwirtschaft in NRW. „Unsere Umweltwirtschaft behauptet ihre bundesweite Spitzenposition und ist längst ein Job- und Beschäftigungsmotor. Als Industrieland setzt Nordrhein-Westfalen auf Innovationen zur Lösung drängender Zukunftsfragen und auf eine starke heimische Wirtschaft. Hier bietet die Umweltwirtschaft viele innovative Lösungsansätze“. Das zeigt auch die Auswertung der neusten Kennziffern. So stieg die Bruttowertschöpfung seit dem letzten Bewertungszeitraum um 1,1 Milliarden Euro auf über 30,4 Milliarden Euro, was einem Wachstum von 3,8 Prozent entspricht. In der sich später anschließenden Diskussionsrunde betonte Heinen-Esser: „Ich wünsche mir, dass die Umweltwirtschaft weiter wächst. Sie ist Teil des Strukturwandels in NRW“. 

Umweltwirtschaftspreis ab 2020

Um den Vorsprung von Nordrhein-Westfalen als Umweltwirtschaftsland Nr. 1 weiter auszubauen, wird das nordrhein-westfälische Umweltministerium gemeinsam mit der NRW.BANK die Umweltwirtschaft mit dem neuen Umweltwirtschaftspreis weiter fördern. „Die Umweltwirtschaft ist in Nordrhein-Westfalen ein wichtiger Innovationstreiber, wenn nicht sogar das Zugpferd für die Lösung der großen Herausforderungen unserer Zeit: Energiewende, Klimaschutz und der schonende Umgang mit Ressourcen“, so Eckhard Forst, Vorstandsvorsitzender der NRW.BANK. „Dieser wichtigen Branche mehr Sichtbarkeit zu geben und sie damit zu fördern war wichtiger Treiber für uns bei der Entscheidung, gemeinsam mit dem Umweltministerium ab 2020 einen neuen Umweltwirtschaftspreis ins Leben zu rufen. Denn als Förderbank für Nordrhein-Westfalen liegen uns die Themen Nachhaltigkeit und Mittelstandsförderung gleichermaßen am Herzen.“ Der Preis von insgesamt 60.000 Euro soll erstmalig im kommenden Jahr auf dem Summit verliehen werden.

Inspirierende Keynotespeaker

Im Anschluss referierte der Zukunftsexperte Prof. Dr. Eckard Minx (Daimler und Benz Stiftung) über Haltungen und Denkrichtungen, die neue Potenziale und Handlungsmöglichkeiten zur Gestaltung der Zukunft bieten können. Marco Voigt (GREENTECH FESTIVAL) schilderte seine Erfahrungen bei der Entwicklung des GreenTech Festivals auf dem Flughafen Tempelhof in Berlin, welches mit über 30.ooo Teilnehmer*innen weltweit das größte seiner Art ist.

Preisverleihung KUER Businessplanwettbewerb 2019

Im Anschluss daran wurden aus elf innovative Gründungsteams aus den Zukunftsbranchen Klima, Umwelt, Energie und Ressourceneffizienz (KUER) aus Nordrhein-Westfalen drei Sieger als die Besten des KUER Businessplan Wettbewerbs 2019 ausgezeichnet:

Platz 1: b.fab GmbH

Platz 2: EnergyCortex

Platz 3: Okeanos

Der Blick ins Feld dieser Top-Start-ups ist gleichzeitig ein Blick in die Umweltwirtschaft von morgen, in der sich Ökologie und Ökonomie verbinden, um nachhaltige, zukunftsweisende Lösungen für die großen gesellschaftlichen Herausforderungen im Markt zu positionieren. KUER Coaches und Gutachter waren von der Qualität der Businesspläne und dem hohen Innovationsgrad der Geschäftsideen beeindruckt. Es folgte eine Gesprächsrunde mit der NRW-Ministerin, den beiden Keynotespeakern und Eckhard Forst, die Marcus Bloser vom Kompetenznetzwerk Umweltwirtschaft.NRW moderierte. Die Performancekünstlerin Chagall rundete den Einführungsabend mit ihrer audio-visuellen Darbietung ab.

Interaktiver Branchentag

Nicht nur durch die im Foyer der Messe Ost verteilten Sitzhocker aus Pappe, der aufgelockerten Einteilung der vier Dialog-Arenen und des Auftritts der niederländischen Musikerin Chagall und den unterhaltsamen Moderationen wurde deutlich: das KNUW.NRW ist noch moderner und offener geworden. Vor allem der interaktive Branchentag, der von den Teilnehmer*innen in großen Teilen mitgestaltet wurde, zeigte das neue Gewand des Summits in NRW. Parallel zu den interaktiven Angeboten auf der großen und einer kleineren Bühne hatten die Besucher*innen die Möglichkeit, an verschiedensten Workshops und Aktivitäten teilzunehmen.

Winter School

In Kooperation mit mehreren Hochschulen des Landes wurde eine „Winter-School on Green Business and Sustainability“ mit über 70 Studenten zu den Themen Wirtschaftlicher Fortschritt im Rahmen planetarer Grenzen und Ökologische Produktgestaltung durchgeführt. Auf dem Summit wurde die Winter School abgeschlossen und die Ergebnisse präsentiert. Der Dialog in Nordrhein-Westfalen mit dem wissenschaftlichen Nachwuchs soll über diesen Weg weiter geführt und verstärkt werden. Dazu wurde zwischen dem KNUW, dem Land NRW und den beteiligten Hochschulen ein gemeinsamer Letter of Intent unterzeichnet.

Matchmaking

Der „Meetingpoint Fachkräfte“ bot einen Anlaufpunkt für interessierte Arbeitgeber*innen und Arbeitnehmer*innen. Unternehmen hatten die Möglichkeit, den Meetingpoint für eine gesetzte Uhrzeit zu reservieren und sich gegenüber Interessenten zu präsentieren. Interessierte Fachkräfte konnten in den Austausch mit Unternehmen treten –  über vorab terminierte oder auch spontane Gespräche.

Die freigegebenen Vorträge der einzelnen Sessions finden Sie unter der jeweiligen Sessionkachel.

33 Aussteller präsentierten ihre Ideen und Produkte

An den Ständen der 33 Aussteller konnten die Besucher*innen sich über die neusten Produkte und Ideen aus den Bereichen Land- und Forstwirtschaft, Kreislaufwirtschaft, Wasserwirtschaft, Mobilitätsbranche und Energiewirtschaft informieren und mit den Ausstellern ins Gespräch kommen. Viele der Aussteller beschäftigen sich mit digitalen Innovationen. Die Ausstellung zeigte am interaktiven Branchentag, wie facettenreich die Umweltwirtschaft in NRW aufgestellt ist.

Videos mit Statements zur Umweltwirtschaft

Den gesamten Tag lang hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit mit Hilfe eines professionellen Kamerateams ihr persönliches Statement zur Umweltwirtschaft aufzunehmen. Die Videos finden Sie hier.

Hier gelangen Sie zur Fotogalerie.

 


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