Das KNUW bei der Nachhaltigkeitstagung in Essen – Nachhaltigkeit als Motor für digitale und soziale Entwicklungen in NRW

Unter dem Motto „Nachhaltigkeit in Nordrhein-Westfalen voranbringen!“ fand am 7. Mai 2018 auf Einladung des MULNV  die 6. NRW-Nachhaltigkeitstagung in der Messe in Essen, der Grünen Hauptstadt Europas, statt. Die Weiterentwicklung der NRW-Nachhaltigkeitsstrategie wurde mit über 400 Akteuren kontrovers diskutiert. Im Fokus standen Fragen zum nachhaltigen Wirtschaften in NRW sowie dem Leben in den Städten der Zukunft.

Deutlich gezeigt hat sich dabei, dass die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen als klare Wegweiser dienen: soziale, ökologische und ökonomische Veränderungsprozesse können nur zusammen gedacht werden! Und auch die Digitalisierung sollte viel stärker als bisher im Nachhaltigkeitsdiskurs verankert werden, um zukünftige Herausforderungen zu adressieren.

Sozial. „Wir müssen die Menschen auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft 4.0 mitnehmen“, das war auch der Eindruck des MULNV-Staatssekretärs Bottermann am Ende der Tagung. Die Umsetzung einer (aus Kopenhagen stammenden Idee) in Essen macht es beispielsweise möglich, dass Langzeitarbeitslose als E-Rikscha-Fahrer*innen Menschen mit eingeschränkter Mobilität helfen, wieder öfter unterwegs zu sein.

Digital. Seine Aussage gilt besonders für Digitalisierungstrends, die enorme Chancen für eine nachhaltige Zukunft bieten. Viele Start-ups machen es bereits vor: sie verknüpfen umweltwirtschaftliche mit sozialen Innovationen und nutzen dafür die digitalen Werkzeuge. „Zukunftsvorstellungen der jungen Generation beinhalten nicht nur viel High-Tech. Sie sind vor allem von Sharing-Prinzipien geprägt.“, betonte Prof. Dr. Uwe Schneidewind vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie.

Modern. Mit Nachhaltigkeit gewinnen wir eine hervorragende Möglichkeit, die Wirtschaft zu modernisieren. Für die Umsetzung dieser Prozesse im Unternehmen bedarf es nicht nur besserer Unterstützung, im Besonderen für KMUs, es muss auch zusammen mit der Wissenschaft an Lösungen gefeilt werden.

Grün. Nachhaltigere Städte sind lebenswertere Städte. Mit innovativen Mobilitätskonzepten und freien Flächen ergeben sich auch neue Potenziale für grüne und blaue Infrastrukturen. In der „grünen Hauptstadt Europas“ hat sich gezeigt, dass genau diese naturnahen Infrastrukturen als Motor der Entwicklung dienen können und Investoren anlocken.


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