INTERVIEW-COUNTDOWN ZUR HM19: EINHUNDERT-ENERGIE

Am 01. April 2019 startet die Hannover Messe. Das Kompetenznetzwerk Umweltwirtschaft. NRW wird sich dort im Rahmen der Young Tech Enterprise in Halle 13 F20 gemeinsam mit 12 Grünen Gründern präsentieren. Zur Einstimmung auf die HM19 stellen wir sie an dieser Stelle vor.

Wer seid Ihr und was macht Euch als Start-up aus?

Wir sind ein 12-köpfiges Team aus Ingenieuren, Datenspezialisten, Energiemarktexperten und Marktpsychologen. Von Köln aus setzen wir deutschlandweit Mieterstrom um und bringen damit die Energiewende dahin, wo mehr als 50% der Deutschen leben: in die Städte!

Wir installieren auf urbanen Mehrparteiengebäuden Photovoltaikanlagen und digitale Messtechnik. Das ermöglicht es unseren Kunden, auch ohne Eigenheim, von der Energiewende zu profitieren und für Vermieter übernehmen wir den gesamten Prozess rund um Mieterstrom.

Unser Kern ist dabei unsere App, die jegliche Energieverbräuche wie Strom, Wärme und Wasser einfach transparent macht. Wir machen die Energieversorgung in der Stadt damit nicht nur endlich grün, sondern endlich auch einfach digital.

Das zeichnet uns schlussendlich aus und dafür stehen wir mit unserem Namen: für konsequent digitale Services, konsequent grüne Energietechnologie sowie die Abwicklung des kompletten Prozesses.

Wie seid ihr auf Eure Geschäftsidee gekommen und auf welchen Teilbereich der
Umweltwirtschaft zielt sie ab?

Unser Gründer Ernesto arbeitete zuvor als Berater mit den Energieriesen an digitalen Geschäftsmodellen. Während seiner Promotion im Bereich Erneuerbare Energien und virtuelle Kraftwerke wurde ihm dann noch klarer, dass er etwas Eigenes und vor allem etwas in diesem recht analogen Markt bewegen will: in Richtung Digitalisierung und, klar, Energiewende!

Ganz klar zielen wir mit unseren Produkten auf den Teilmarkt Energieeffizienz und Energieeinsparung ab. Unsere digitale Messtechnik ermöglicht endlich Transparenz von Energieflüssen in Gebäuden. Dies ermöglicht sowohl effektive Stromeinsparungen als auch Früherkennung von Schäden wie Wasserschäden.

Nicht umsonst macht uns das Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen des Förderprogramms Einsparzähler zu dem deutschen Energieanbieter, der für smart erzielte Energieeinsparungen gefördert wird.

Welches Produkt werdet Ihr auf der Young Tech Enterprises vorstellen?

Unser Fokus: 100.solarhaus. Das ist Mieterstrom im Komplettpaket.

Dazu planen und installieren wir Solaranlagen auf den Dächern urbaner Mehrparteiengebäude und arbeiten nach EINHUNDERT Manier prinzipiell mit digitalen Stromzählern. Die Mieter vor Ort beziehen dann den günstigen Solarstrom vom Dach. In unserem Portal & App haben die Nutzer ihren jeweiligen Verbrauch immer einfach im Blick, den wir dadurch monatlich transparent abrechnen.

Unser Portal kann aber noch mehr: Wir können außerdem Wärme- & Wasserzähler daran anschließen und auch diese Verbräuche monatlich abrechnen. Damit machen wir die Energieversorgung in der Stadt nicht nur endlich grün, sondern auch einfach digital und transparent.

Was sind Eure Erwartungen an den Messestand des KNUW?

Erstmal freuen wir uns natürlich sehr über diese Möglichkeit – Danke nochmal an dieser Stelle! Wir freuen uns auf spannende Kontakte zu möglichen Investoren, künftigen Partnern und hoffentlich Kunden aus der Immobilienbranche, die Lust haben auf Innovation und digitalen Lösungen.

Wie bereitet Ihr Euch auf die Young Tech Enterprises vor?

Zum einen mit der Gestaltung unseres Standes und zum anderen natürlich mit der Vorbereitung unseres Pitchvortrags. Ernesto wird am Montag um 12.45 Uhr pitchen, darauf freuen wir uns!

Sonst sind wir einfach sehr gespannt darauf, wen wir alles an innovativen Startups kennenlernen werden. Der Austausch auf solchen Veranstaltungen ist immer Gold wert.

Was war die größte Schwierigkeit auf Eurem Gründungsweg?

Da kann man nach innen und außen sehen. Nach innen ist es definitiv eine Herausforderung, eine ultimative Fokussierung zu erreichen. Die Vision war uns allen klar von Anfang an, aber fokussiert nur das zu tun, was uns genau an unsere Ziele bringt, ist im Wust der Entwicklung eines neuen Unternehmens nicht immer einfach.

Nach außen sind ganz klar Bürokratie und Regulierungen zu nennen. Diese treffen wahrscheinlich Startups allgemein, aber wir haben uns mit dem Energiemarkt doch nochmal etwas ausgesucht, der besonders analog ist. Die Offenheit für neue Dienstleistungen und neue Unternehmen ist tatsächlich eher beschränkt.

Was war bislang Euer größter Erfolg?

Das erste Mieterstromprojekt Bremens umzusetzen und unseren Kunden dort die digitalen Services auch in der App bieten zu können. Auch, wenn wir an der Stelle betonen möchten, dass wir ungern von „Projekten“ sprechen. „Projekte“ werden in der Regel zeitnah als abgeschlossen abgehakt. Wir denken aber weiter und gehen jegliche Themen der Energieversorgung an. Das heißt, wir machen nach Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach eines Mehrfamiliengebäudes und monatlicher Abrechnung des Stromverbrauchs nicht Halt. Sondern binden Wärme- & Wasserzähler an Portal & App an, können die Ladesäulen für E-Mobilität mit installieren und monatlich verbrauchsgenau abrechnen, bieten smarte Services für Vermieter & Projektentwickler zur Früherkennung von Schäden uvm.

Etwas, das Ihr Umweltministerin Ursula Heinen Esser gerne mit auf den Weg geben möchtet.

Eigentlich den letzten Punkt bezüglich der Schwierigkeiten auf unserem Gründungsweg: Bürokratie und Regulierungen im Energiemarkt. Diese gilt es anzugehen! Umweltschutz geht nur mit Innovation. Innovation geht nur mit Entbürokratisierung, Durchlässigkeit und Standardisierung. Jeder Netzbetreiber hat seine eigenen Regeln, das macht es unnötig schwer, deutschlandweit neue Standards zu setzen.

Website: EINHUNDERT-ENERGIE


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