INTERVIEW-COUNTDOWN ZUR HM19:

Nur noch wenige Tage bis zur Hannover Messe, der weltgrößten Industriemesse. Das Kompetenznetzwerk Umweltwirtschaft. NRW wird sich dort im Rahmen der Young Tech Enterprises in Halle 13 / F20 gemeinsam mit 12 Grünen Gründern präsentieren. Zur Einstimmung auf die #HM19 stellen wir sie an dieser Stelle vor. Heute zum #Weltwassertag Julian Bosch von Intrapore aus Essen.

Historie und Geschäftsidee:

Ich hatte irgendwann genug von Grundlagenforschung in der Biologie. Deswegen habe ich 2015 gemeinsam mit Johannes Bruns und Housna Mouttaki Intrapore gegründet. Unsere Idee war, verunreinigtes Grundwasser umweltschonend mit Hilfe der Nanotechnologie zu sanieren. Die Grundlage dafür bildet ein Nanopartikel auf Eisen-Basis.

Erfolge:

Schon früh wurden wir als herausragendes forschungsbasiertes Gründungsvorhaben ausgezeichnet und vom Bundeswirtschaftsministerium als innovatives Unternehmen klassifiziert. Danach holten wir bei einem internationalen Wettbewerb in San Francisco den ersten Preis. Kurz danach bot das Unternehmen Gelsenwasser uns eine Kooperation an. 2018 kam dann noch der KfW Award Gründen hinzu.

Herausforderungen und Ziele:

Wir wollten ein neues Produkt in einem konservativen Markt etablieren und dieser Herausforderung haben wir uns gestellt. Wir können heute schon ein breites Spektrum der häufig vorkommenden Schadstoffe behandeln. Es gibt aber noch viele andere Stoffe zum Beispiel Mikroschadstoffe wie etwa die Rückstände von Arzneimitteln. An diesen tüfteln wir, um für zukünftige Kundenwünsche gewappnet zu sein.K

Wer seid Ihr und was macht Euch als Start-up aus?

Mit unseren 15 Mitarbeitern vereinen wir die weltweit führenden zum Großteil auch von uns selbst entwickelten Technologien zur nanobasierten Boden- und Grundwasser-Sanierung in einem Unternehmen. Mit den patentierten und von uns hergestellten Suspensionen, modernsten Injektions- und Monitoringtechnologien und hochauflösenden Modellierungen ist es erstmals möglich, zielgerichtete, maßgeschneiderte, nachhaltige, sichere und kosteneffiziente Systemlösungen für die in situ Dekontamination von belasteten Boden- und Grundwasser-Standorten zu implementieren. Mit dem nanobasierten Ansatz können wir nun High Precision Decontamination anbieten – für die belasteten Grundwasserressourcen in Europa, Nordamerika und Asien.

Auf welchen Teilbereich der Umweltwirtschaft zielt Eure Idee ab?

Mit der Intrapore-Technologie ist es möglich, unsere natürlichen Lebensgrundlagen – Boden und Grundwasser minimal-invasiv zu sanieren. Die Schäden werden intelligent und nachhaltig beseitigt und eine sichere Nutzung kann im Anschluss wieder stattfinden.Wir sorgen also weltweit für sauberes Wasser. Deswegen ordnen wir uns dem Teilmarkt Wasserwirtschaft zu.

Welches Produkt werdet Ihr auf der Young Tech Enterprises vorstellen?

Wir säubern das Grundwasser mit mikroskopisch kleinen Nanopartikeln. Dazu injizieren wir maßgeschneiderte Suspensionen aus Nano- und Mikropartikeln in kontaminierte Grundwasserleiter. Die Partikel reagieren mit den Schadstoffen vor Ort, tief im Boden, und bauen sie dadurch ab. Im Prinzip ganz einfach. Im Detail hoch anspruchsvoll. Und unglaublich spannend.

www.intrapore.com


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