Interview-Countdown zur HM18: Stanimira Markova von GREENbimlabs

Am 23. April 2018 startet die Hannover Messe. Gemeinsam mit acht Mitausstellern präsentiert sich das Kompetenznetzwerk Umweltwirtschaft. NRW im Rahmen der Young Tech Enterprise. Mit kurzen Interviews stellen wir an dieser Stelle die Gründerinnen und Gründer vor, die am Gemeinschaftsstand vertreten sein werden.

Heute: Stanimira Markova von GREENbimlabs

In einem Satz:

Wir sind GREENbimlabs und wir entwickeln eine Software für die Echtzeit-Optimierung von der Sicherheit, der Kreislauffähigkeit und Lebenszykluskosten der eingesetzten Produkte und Materialien in einem Gebäude.

Wie kam euch die Geschäftsidee und welche Lücke füllt ihr damit?

Wir sind ein EXIST-Forschungstransfer-Projekt und wie bei allen Projekten in diesem Programm gehört auch unsere zu den „high-risk & high innovation“-Ideen aus der Forschung und Wissenschaft, die das EXIST-Programm fördert. Das Problem, das wir adressieren, ist, dass auch moderne und nachhaltig gebaute Gebäude heutzutage zu einer Art Black Box werden, sobald sie fertiggestellt sind. Die Information, welche Materialien, wie viel davon und wo im Gebäude sind, geht mit der Fertigstellung verloren. Gefährliche Materialien können nicht genau identifiziert und lokalisiert werden und wertvolle Materialien können nicht mehr rezykliert oder wiederverwendet werden und sind für immer verloren für die nächsten Generationen. Das bringt eine enorme Steigerung der Instandhaltung- und Lebenszykluskosten mit sich, die als Folge die Erstellungskosten über mehrere hundert Prozent übersteigen werden.

Welches Geschäftsmodell steckt dahinter?

Die Softwareplattform dient als Kommunikationsplattform für Architekten, Bauherren und Materialhersteller, um das optimale Material oder Produkt für jedes konkrete Gebäude und seine ganz spezifische Anforderungen zu identifizieren. Architekten und Bauherren erwerben jährliche Lizenzen für die Software, die es ihnen ermöglicht, die Gebäude in Echtzeit zu simulieren, zu optimieren und vollständig zu dokumentieren. Um möglichst früh im Designprozess für Architekten als Anbieter für hoch-performante, nachhaltige Materialien und Produkte sichtbar zu werden, bezahlen Material- und Produkthersteller Lizenzgebühren für die Aufnahme ihrer Produkte in die Material- und Produktdatenbank der Software.

Was ist das Herzstück euer Präsentation auf der Young Tech Enterprises?

Wir freuen uns, die Demoversion unserer Software vorstellen zu dürfen.

Seht ihr Synergien durch einen KNUW-Gemeinschaftsstand?

Auf jeden Fall! Das KNUW hat sich als ein unverzichtbarer Partner und Hub für Unternehmen im Bereich der digitalen Technologien, insbesondere mit Fokus auf den Umwelttechnologien bewährt. Der Austausch und das Netzwerk, die dadurch entstehen,  wollen wir auf keinen Fall vermissen.

Habt ihr Berührungspunkte mit dem Partnerland Mexiko?  

Noch keine.


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