Grüne digitale Startups verändern die Welt

Die grüne Startup-Szene boomt. Obwohl Deutschland den USA in dieser Hinsicht noch hinterherhinkt, sind auch hierzulande positive Entwicklungen auf dem Markt zu verzeichnen. Die digitalen Innovationen grüner Startups wollen auch dem Endkunden mehr Kontrolle über die Nachhaltigkeit seines Handelns zukommen lassen – meist via zugeschnittener Smartphone-App.

Was macht eine Unternehmensgründung zum grünen Startup?

Ein Startup ist laut DSM ein junges Unternehmen (maximal Zehn Jahre alt) mit innovativer Technologie und/oder Geschäftsmodell, das ein signifikantes Wachstum aufweist oder anstrebt. Der Green Economy Gründungsmonitor, ein Projekt des Borderstep Instituts in Zusammenarbeit mit der EXIST-Gründerhochschule Universität Oldenburg, definiert „Grüne Gründungen“ als „Unternehmensgründungen, die mit ihren Produkten, Technologien und Dienstleistungen einen Beitrag zu den ökologischen Zielen der Green Economy leisten“.

Während die Anzahl neuer Unternehmensgründungen von 162.000 im Jahr 2006 auf 124.000 in 2014 gesunken ist, also einen Rückgang von 23,5 Prozent verzeichnet, nimmt der Anteil an Neugründungen im Bereich Nachhaltigkeit weiter zu. Allein im Jahr 2014 wurden laut den Erhebungen des GEG 21.500 neue Betriebe im Bereich der Green Economy gegründet. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich hier ein Wachstum von 28,7 Prozent. Dabei ist es nicht verwunderlich, dass junge, grüne Unternehmen den digitalen Markt für sich entdeckt haben. Da ein nachhaltiges Projekt immer auch einen Kommunikationsauftrag hat, verspricht das Internet gerade im Zusammenhang mit flächendeckend verbreiteten Smart-Devices (Smartphones, Tablets, Laptop und PCs) den Unternehmern, in kurzer Zeit hohe Reichweiten zu generieren. Technisch gesehen war es nie leichter, eine große Anzahl von Menschen direkt zu erreichen. Apps (und Webapplikationen) sind in diesem Kontext das digitale Produkt der Stunde. Sie bringen von Natur aus das Potential mit, als Werkzeuge der Vernetzung zu wirken, indem sie wichtige Schnittstellen zwischen Unternehmen, Staat und Endverbraucher nutzbar machen. Sie können eine wichtige Rolle auf dem Weg in eine nachhaltigere Gesellschaft spielen, indem sie innovative Entwicklungen und deren marktwirtschaftliche Etablierung maßgeblich unterstützen.

Auszug aus einem Artikel des Online-Portals UmweltDialog vom 06.10.2017. Den ganzen Artikel können Sie hier lesen. Fotoquelle:  imagecore/Fotolia.com


zurück